... schwarze Schwestern

KARL DUFFEK | Politik | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

JUBILÄUM Autoritäres Erbe, Hyperstabilität und der Abbau des Sozialstaates: Ein Roter zieht Bilanz über sechs Jahrzehnte ÖVP. 

Wolle man das sogenannte Gedankenjahr 2005 einigermaßen würdevoll begehen, meinte der Politologe Anton Pelinka kürzlich im Datum, so gälte es, drei Kriterien zu beherzigen: Es müssten Peinlichkeiten vermieden, die offensichtlichen Widersprüche thematisiert und die Befreier eindeutig benannt werden.

  In der Tat ist im heurigen Jahr zuallererst die Befreiung vom Nationalsozialismus durch die Alliierten zu feiern, ist sie doch die Grundvoraussetzung für all jene Leistungen, die beim Aufbau eines politisch und ökonomisch stabilen Gemeinwesens in der Folge erbracht wurden.

  Ein solch nüchterner Zugang rückt nicht nur die Rolle und Bedeutung der Besatzungsmächte im ersten Nachkriegsjahrzehnt ins rechte Licht, er dämpft zudem vielleicht die Stilisierung der vermeintlichen "Stunde null" ebenso wie die eines homogenen, geschlossen um seine Freiheit

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