WIENZEUG

Politik | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

Grüne Eifersucht Bei den Wiener Grünen rumort es nicht nur wegen des Absprungs von Gemeinderat Günter Kenesei zur ÖVP. Für Unruhe sorgt auch eine Studie über die Bekanntheit und Beliebtheit der Öko-Politiker, die wie ein Staatsgeheimnis behandelt wird. Die Repräsentanten der in "Fundis" und "Realos" gespaltenen Partei bekamen nur ihre eigenen Daten, aber nicht die Vergleichswerte der Mitstreiter ausgehändigt. "Weil einige auf prominentere Kollegen eifersüchtig sind", meint ein Grüner. Sowohl Gemeinderat Martin Margulies als auch die Pressestelle behaupten hingegen: So eine Studie gebe es gar nicht. Seltsam. Der Dissident Kenesei etwa hat sehr wohl Umfragedaten bekommen. 16 Prozent der Wiener Wahlberechtigten kennen Kenesei, 22 Prozent haben eine gute Meinung von ihm. Grünen-Chefin Maria Vassilakou ist unter den Wiener Spitzenkandidaten zwar am unbekanntesten, nach Bürgermeister Michael Häupl aber am beliebtesten.

Film & Diskussion Die Österreichische Liga für Menschenrechte zeigt den neuen Streifen von Andreas Gruber, "Welcome Home", in dem zwei Gendameriebeamte einen Ghanesen in dessen Heimat abschieben und dort am eigenen Leib erfahren, was es heißt, sich in einem Land illegal aufzuhalten. Danach gibt es eine Diskussion mit Josef Böck vom Innenministerium und dem Regisseur.

Mittwoch, 20. April, 18.15 Uhr, Schikaneder, 4., Margaretentraße 24. Der Eintritt ist frei.

Neue Selbstständige Der Sozialwissenschafter Sergio Bologna hat die italienischen Arbeitskämpfe der Siebzigerjahre und den darauffolgenden Umbau der Produktionsverhältnisse hautnah miterlebt. Bolognas jüngstes Werk analysiert die Situation der norditalienischen Selbstständigen. In Wien spricht er zum Thema "Die Zerstörung des Mittelstands - Thesen zur neuen Selbstständigkeit".

26. April, 9., Strudlhofgasse 10. Anmeldung: margarita.skalla@oegb.at


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