302 Jahre Staatsdienst

Medien | MARTINA STEMMER | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

ZEITUNG Amtsblatt, Verlautbarungsorgan oder doch eine Qualitätszeitung? Die altehrwürdige "Wiener Zeitung" kämpft darum, ernst genommen zu werden. Demnächst mit einem neuen Chefredakteur. 

Nicht einmal jene Menschen, die täglich ihre Seiten füllen, können erklären, was genau sie ist. Alfred Schiemer zum Beispiel: "Die Frage, was die Wiener Zeitung ist, ist so alt wie sie selbst, und es gibt noch immer keine eindeutige Antwort darauf", sagt der Inlandsredakteur. Und das, obwohl das Blatt immerhin als die älteste Zeitung der Welt gilt. Kaiser Leopold I. gründete sie 1703 als publizistisches Organ der Kaiserstadt. Geblieben ist der Wiener Zeitung seit damals vor allem eines: der Ruf, ein reines Verlautbarungsorgan der jeweiligen Regierung zu sein.

  Zu Unrecht, findet der jetzige Chefredakteur: "Wir sind eine Qualitätszeitung, oberstes Ziel ist Objektivität. Wir richten niemanden hin, lassen aber auch nichts aus", sagt Peter Bochskanl. Das Blatt befindet sich zu hundert Prozent


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