Kommentar

Wiener Theater: Stiftung und Wahrheit

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

Zwei Dauerbrenner der Wiener Theaterpolitik sorgen derzeit wieder einmal für Diskussionen: das Theater in der Josefstadt und das Wiener Lustspieltheater. In der Josefstadt geht es um Grundsätzliches: Das Theater soll künftig nicht mehr von einer GmbH, sondern von einer Stiftung betrieben werden. Und wie die sonst Josefstadt-hörige Illustrierte News in einem überraschend kritischen Beitrag berichtete, wehren sich Helmuth Lohner und Co mit Händen und Füßen dagegen.

Zum Hintergrund: Die Subventionsgeber Bund und Stadt wollen die Stiftung, weil sie nicht einsehen, dass ein subventioniertes Theater de facto wie eine Privatbühne geführt wird. Spektakulärstes Beispiel für den merkwürdigen Zustand war voriges Jahr die Entmachtung des mittlerweile verstorbenen Josefstadt-Direktors Hans Gratzer: Der von der Politik gegen den Willen der Gesellschafter (das sind praktisch alle noch lebenden bisherigen Direktoren) eingesetzte Gratzer war von diesen nach nur vier - nicht sehr glücklich verlaufenen


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