"Rockstar, oder was?"

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

MUSIK Mit sympathischer Offenherzigkeit, sanftem Protest und eingängigen Melodien wurden Wir sind Helden zum größten deutschen Poperfolg der letzten Jahre. Vor der Wiener Livepremiere ihres neuen Albums sprechen Judith Holofernes und Pola Roy über deutsche Popidentität, Elvis Costello und bedingungslose Liebe. 

Ende 2002 waren Wir sind Helden ein völlig unbekanntes Berliner Quartett, dessen selbstproduzierte und im Eigenverlag veröffentlichte erste Mini-CD "Guten Tag" mit ihren charmanten Neue-Deutsche-Welle-Neudeutungen gerade einmal bei einigen alternativen Radiostationen für Aufregung sorgte. Ein Jahr später konnten sich nahezu alle auf die Band einigen, bei der "Protest" eher mit Mülltrennung als mit Kapitalismuskritik zu tun hat und die auch musikalisch das Eingängige eindeutig dem Sperrigen vorzieht.

  "Die Reklamation", das im Sommer 2003 veröffentlichte Albumdebüt von Judith Holofernes, Pola Roy, Mark Tavassol und Jean-Michel Tourette, hat sich bis heute mehr als


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