"Wölfe im Schafpoppelz"

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

FESTIVAL Unter der neuen künstlerischen Leitung von Tomas Zierhofer-Kin bietet das am 21. April beginnende Donaufestival eine spannende Schnittmenge aus Popavantgarde und Performance. Wien darf durchaus neidisch werden. 

Es war wohl nur ein Freud'scher Versprecher des Landeshauptmanns. Erwin Pröll hat sich auf der Pressekonferenz des Donaufestivals ja auch sofort korrigiert. Mit dem Neustart der traditionsreichen Veranstaltung wolle Niederösterreich dem "überkommenen" Kulturbegriff etwas entgegenhalten, meinte er, besserte das "Überkommene" aber schnell zum "Althergebrachten" aus. Dass der allmächtige Landesfürst die eigene politische Existenzgrundlage nicht ganz so radikal infrage stellen will, ist nachvollziehbar. Umso überraschender wirkt die Radikalität, mit der das Donaufestival neu konzipiert wurde.

  "Wenn man das Museum weiterfährt, finde ich es nur gut und mutig, auch das Antimuseum zu fördern - mal schauen, wer gewinnt!", frohlockt der neue künstlerische Leiter Tomas


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