OHREN AUF! Hut ab, Hat Hut!

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

Es gibt Menschen, die wollen was werden, und es gibt Menschen, die wollen was und werden dann eventuell trotzdem was. Werner X. Uehlinger wollte vor dreißig Jahren die Musik des amerikanischen Saxofonisten und Trompeters Joe McPhee unter die Leute bringen und gründete - im Zeichen des Hutes - Hat Hut Records (Vertrieb: Harmonia Mundi); ohne auch nur einen Moment daran zu denken, dass sich sein Label zu einem der wichtigsten Verleger für zeitgenössischen Jazz, improvisierte und (später auch) Neue Musik mausern sollte. Hat Hut dokumentierte das (episch breite) Schaffen von Modern-Jazz-Heroen wie Anthony Braxton oder Steve Lacy; das Vienna Art Orchestra avancierte in den Achtzigern zum ökonomischen Zugpferd der Schweizer Plattenfirma, aber auch die Österreicher Franz Koglmann und Max Nagl publizier(t)en dort ihre Alben, die seit den späten Neunzigern auf dem vom Wiener Stefan Fuhrer mit dem unverwechselbaren Design (streng spationierte orange Schrift an strenger Schwarz-Weiß-Fotografie)


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