"Wenn ich einmal tot bin"

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

MUSIKTHEATER Zwei Jazzkomponisten in der Oper: Christoph Cech bearbeitet "Orfeo", Max Nagl stürmt den "Siebten Himmel in Vierteln". 

Am Ende verschlägt es dem Helden, nein, nicht die Sprache, sondern den Gesang. Mit dessen Hilfe war es Orpheus nicht nur gelungen, Höllenwächter Charon in den Schlaf zu wiegen und so Eintritt in die Unterwelt zu erlangen, sondern auch den dort Verantwortlichen Pluto dazu zu überreden, die verstorbene Geliebte Eurydike wieder freizugeben. Das Ende vom Lied ist bekannt: Orpheus kann Plutos Auflage, auf dem Weg aus dem Hades nicht zurückzublicken, nicht einhalten und muss allein ans Tageslicht; Eurydike ist für immer verloren. Da kann einem das Singen schon vergehen.

  Der Wiener Komponist und Bigband-Leader (Nouvelle Cuisine) Christoph Cech hat sich für die Neue Oper Wien um Dirigent Walter Kobéra der Geschichte des sagenhaften Sängers angenommen und sich damit in eine der ältesten Traditionen der abendländischen Musikgeschichte eingereiht. Seit


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