Casanova in Wien

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

LITERATUR Das erste Vienna Writers' Festival bringt an vier Tagen internationale Schriftstellerstars wie Irvine Welsh oder Zeruya Shalev in die Stadt. 

Unsere Unwissenheit wird zu unserer alleinigen Ressource" steht als Motto auf dem Folder, mit dem das erste Vienna Writers' Festival beworben wird. Es ist ein Zitat von Giacomo Casanova, über den Festivalkurator Michael March im Inneren des Programms noch eine Ansammlung zum Teil recht kryptischer Anmerkungen auflistet. Unter anderem wird behauptet, Casanova sei der letzte Europäer gewesen (schon möglich) und er habe gemeinsam mit Mark Twain Mozart in Prag getroffen (eher unwahrscheinlich).

  Aber egal, die Programmatik, mit denen solche letztlich von zahlreichen Unwägbarkeiten und Zufällen abhängigen Veranstaltungen umgarnt und etwaigen Subventionsgebern schmackhaft gemacht werden, lappt meist ohnedies ins unscharf Allgemeine - und hat auf den Publikumszustrom weder positiv noch negativ übermäßigen Einfluss. Entscheidend ist


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