KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

Unter den vielen Typen von Künstlern gibt es in den USA den unmodänen hemdsärmeligen Einzelgänger, der seine Arbeit auf dem Land in einer Scheune verrichtet. Jackson Pollock hat es vorgemacht, Bruce Nauman filmte zuletzt die Viecher, die in der Nacht durch sein Studio fleuchen, und der ehemalige Body Artist Chris Burden - so ist am Rande seiner Ausstellung in der Galerie Krinzinger (bis 21.5.) zu erfahren - wohnt heute am Ende eines Canyons bei Los Angeles. Burdens aktuelle Schau besteht aus Modellen von Stahlbrücken (z.B. Tower of London Bridge, Victoria Falls Bridge), die er mit Elementen aus alten Metallbaukästen für Knaben konstruiert hat. Die glänzenden Gitterstrukturen lassen an die glorreichen Zeiten des Ingenieurwesens denken, als solche utopische Bauwerke neue Geografien schufen; die Verwendung von industriell gefertigten Modulen mahnt an die Minimal Art. Allerdings weht ein etwas gar sentimentaler Wind durch diese Schau: Von der kraftmeierischen, provokanten Qualität


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