Alles umsonst

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

ANTIKONSUM Wiens erster Gratisbazar am Schöpfwerk und Verschenknetzwerke wie freecycle.org erproben, wie Warenmärkte ganz ohne Geld funktionieren. 

Einmal wollte sogar jemand seinen Schmuck unbedingt loswerden. Auch Markenkleider, Pelzmäntel und Fernseher wurden schon angeboten, und selbst der sperrige, schwere Öltank fand einen Abnehmer. Anrainer der Meidlinger Wohnanlage Am Schöpfwerk können sich seit ein paar Wochen zweimal wöchentlich beschenken lassen. Dienstags und mittwochs findet in den Räumlichkeiten des Stadtteilzentrums Bassena ein Bazar statt, der mit seinen Regalen voller Schuhe, Bekleidung und Spielsachen aussieht wie ein normaler Flohmarkt. Der kleine Unterschied ist nur, dass man hier die Waren mitnehmen darf, ohne dafür zu bezahlen.

  Damit die Kunden den ersten Wiener Gratisbazar nicht regelmäßig leerplündern, darf sich jeder pro Bazartag nur drei Gegenstände aussuchen. Bücher und Zeitschriften können die Bewohner dafür in beliebiger Anzahl ausleihen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige