Niemals vergessen

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 16/05 vom 20.04.2005

MAHNMAL Das derzeit größte Stadtentwicklungsprojekt entsteht rund um den ehemaligen Aspangbahnhof. Eine Ausstellung erinnert nun daran, dass von hier aus Zehntausende Juden in Vernichtungslager deportiert wurden. 

Zwischen dem 20. Oktober 1939 und dem 9. Oktober 1942, zumeist in der Nacht, verwandelte sich der um 1880 errichtete Aspangbahnhof in einen Ort des Schreckens und der Barbarei. Insgesamt gingen von dem ehemaligen Kopfbahnhof in Wien Landstraße 47 Transporte mit etwa 50.000 jüdischen Bürgerinnen und Bürgern in die Vernichtungslager der NS-Schreckensherrschaft. Eine Gedenktafel im Kreuzungsbereich Aspangstraße/Adolf-Blamauer-Gasse erinnert heute an die Opfer. Am 8. Mai 1995, zum fünfzigsten Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht, wurde zudem jene Fläche, wo sich einst der Bahnhof befand, in "Platz der Opfer der Deportation" umgetauft; für einen Teil der Opfer, die von hier aus in die Vernichtungslager geschickt wurden, gilt, wenn kein tatsächliches


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