Umverteilung nach unten

Politik | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

GROSSBRITANNIEN WÄHLT II Wie Labour die Arbeitslosigkeit bekämpft und die Wirtschaft angekurbelt hat. Eine wirtschaftspolitische Analyse. 

Fast genau acht Jahre nach dem fulminanten Wahltriumph vom Mai 1997 stellt sich die Labour-Regierung unter Tony Blair am 5. Mai den Wählern. Den bevorstehenden Wahlsieg gewährleistet diesmal Finanzminister Gordon Brown, dessen wirtschafts- und sozialpolitischer Leistungsausweis beeindruckend ist. Die Zahl der Arbeitslosen ist von 2,3 Millionen (1996) auf 1,4 Millionen zurückgegangen, die Arbeitslosenquote sank von 8,0 Prozent auf 4,7 Prozent. Die Regierung postulierte drei zentrale Ziele ihrer Politik: die Bereitstellung von "World Class Public Services", die rasche Verbesserung von Umfang und Qualität der Schulausbildung und die Eliminierung von Armut unter Kindern und Pensionisten.

  Auf dem Weg zu diesen Zielen sind Fortschritte zu verzeichnen. Die Ausgaben für öffentliche Dienstleistungen wurden massiv ausgeweitet. Im Mittelpunkt stand


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