Reisen mit Mikrochip

Politik | ÁRPÁD HAGYÒ | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

KONTROLLE Private machen es schon lange. Doch nun will auch das Innenministerium die Bürger mit Funkchips ausstatten. Datenschützer warnen.

Der Bürger nähert sich dem Grenzschalter. Es piepst kurz, ein paar Daten werden per Funk übertragen und der Grenzpolizist nickt. Das war's. Sieht so die Passkontrolle der Zukunft aus? Ja, wenn es nach den Wünschen der EU geht. Möglich macht's ein kleiner Chip, der unseren EU-Reisedokumenten ab Sommer 2006 eingepflanzt werden soll. "Technisch ist der e-Passport ausgereift", versichert Heinrich Pawlicek, Leiter des Passreferates im Innenministerium. Ein Missbrauch der Hightech-Pässe sei undenkbar. Demnächst sollen die ersten Grenzkontrollstellen mit kompatiblen Lesegeräten bestückt werden. Die können dann auch biometrische Merkmale (zwei Fingerabdrücke) lesen, die bald auf den Chip gebrannt werden sollen.

  Droht der Überwachungsstaat? Datenschützer weisen darauf hin, dass die fast papierdünnen sogenannten "RFID-Chips" (Radio Frequency


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