KNECHT

Ohne Testosteron, bitte


DORIS KNECHT
Politik | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

Manu, die im Unterschied zu Lotte grad kein Kind gekriegt hat und auch keins will, sagt, als wir bei Lotte im Spitalszimmer stehen, hübsches Kind, süßes Kind, aber wenn jetzt eine von uns davon anfängt, ob sie denn nicht allmählich auch, verlässt sie dieses Zimmer und sucht sich auf der Stelle neue Freundinnen. Dabei fixiert sie mich, und ich, äh, weiß schon warum, weil vorgestern, als sie bei mir babysitten war, hab ich ihr nach meiner Heimkehr bei einer Flasche Rotwein eine, wie ich fürchte, zart missionarische und nicht völlig pathosfreie Rede gehalten, im Prinzip der letzte Satz meiner letzten Kolumne, nur etwas, äh, länglicher. Also, dass sie unbedingt ein Kind braucht, undsoweiter undsofort. Ich sage, es tut mir leid, als beste Freundin fühle ich mich verpflichtet, sie vor der Kinderlosigkeit zu warnen, vor allem, weil sie schließlich schon ein bisserl über 35 ist. Manu sagt, das respektiert sie, herzlichen Dank, und sie hat's kapiert, und wenn ich in ihrer Gegenwart

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