Kommentar

Festwochen: Intermezzo international

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

Voilà, hier sind sie, die Weltläufigkeit und das internationale Flair der Wiener Festwochen 2005: "À l'automne, j'indiquerai comment je concilierai ces nouvelles responsabilités qui m'incombent avec celles que j'assume actuellement." Mit diesem (ausschließlich) französischsprachigen Communiqué de presse kündigte Festwochen-Musikdirektor Stéphane Lissner vergangenen Donnerstag an, sich bis Herbst über seine berufliche Zukunft entscheiden zu wollen.

Das wird auch notwendig sein, denn Lissner ist gleichzeitig Leiter des Festival d'Aix-en-Provence, noch bis Juni Co-Direktor des Pariser Théâtre des Bouffes du Nord, und er hatte tags zuvor die krisengeschüttelte Mailänder Scala übernommen. Selbst sein Wiener Chef, Festwochen-Direktor Luc Bondy, verlangt mittlerweile eine Entscheidung, obwohl er noch bei der Programmpräsentation kurz zuvor eine Journalistenfrage nach der Vereinbarkeit von Lissners diversen Jobs barsch vom Tisch wischte.

Ein international so gefragter Mann wie Lissner


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