Das Glück ist ein Zombie

MICHAEL OMASTA | Kultur | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

FILM Die deutsche Filmemacherin Corinna Schnitt stellt sich mit ihren hochartifiziellen Miniaturen in Wien persönlich vor. 

Schon die Titel erinnern an Melodramen, lassen an Filme von Douglas Sirk, von Fassbinder oder von Todd Haynes denken. Einer heißt "Schönen guten Tag", einer "Das nächste Mal"; ihre jüngste Arbeit hat Corinna Schnitt "Living a Beautiful Life" benannt. In ihnen treffen komplexe Inszenierungen auf lapidar vorgebrachte Sätze wie: "Sei doch mal romantisch." Oder: "Meine Frau ist sehr sexy." Oder: "Das ist sozusagen eine Maxime von mir, dass ich keinen Mann will, der seine Wäsche in den Trockner tut."

  Wollte man Corinna Schnitts ungewöhnliche "Erzählhaltung" charakterisieren, so am besten vielleicht als eine der Vorzukunft. Wie schön das Leben einmal gewesen sein wird! Weil ich was Besonderes bin. Weil ich drei Mal pro Woche ins Fitnessstudio gehe. Weil meine Frau so viel für ihre Schönheit tut.

  Es sind durchaus sehr deutsche Tugenden, die Corinna Schnitt

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