Egal, wie wahr

MICHAEL OMASTA | Kultur | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

FILM Patrice Lecontes "Intime Fremde" ist eine jener traurigen Liebesgeschichten, wie man sie nur französischen Regisseuren nachsehen mag. 

Es gibt Sachen, die passieren nur im Kino. Beispielsweise diese. Eine junge Frau, die Anna heißt und ausschaut wie Sandrine Bonnaire, will einen Psychiater aufsuchen. Sie bringt öfter mal links und rechts durcheinander oder verwechselt den Vorwärts- mit dem Rückwärtsgang; anstatt beim Analytiker landet sie im Büro eines Steueranwalts namens Faber. Bis er den Irrtum merkt, ist das erste, unverfängliche Gespräch auch schon vorbei und die Unbekannte wieder zur Türe hinaus.

  Nun, ja. Interessant an "Confidences trop intimes" jedenfalls ist, wie schnell Patrice Lecontes neuer Film einen die Hypothek dieser Zufallsbegegnung dann vergessen lässt. So konstruiert sie ist, so gerne findet man sich mit der wenig plausiblen Situation doch ab. Das spricht für sein Drehbuch (nach einer Idee von Jérôme Tonnerre) und für die Kameraarbeit von Eduardo

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