Fang das Licht

GERHARD STÖGER | Kultur | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

MUSIK Der in Berlin lebende Tiroler Florian Horwath war FM4-Moderator, DJ, Model und Elektropopper. Auf seinem späten Solodebüt betört er als sixtiesinfizierter Songwriter mit entwaffnend unzynischen Liedern für eine glücklichere Welt. 

Ein Wiener Gürtellokal an einem Samstagabend im April. Die Lautstärke ist noch erträglich, die Musik fernab des spätnächtlichen Zwangs zur guten Partylaune gehalten. Ein junger Mann kommt zum DJ und erkundigt sich merklich angetan nach den Interpreten des gerade laufenden Stücks. "Flotation Toy Warning", erfährt er, zückt sein Handy und tippt eine Notiz.

  Kurze Zeit später kommt er, ähnlich beseelt, noch einmal zurück. Ob das jetzt schon wieder Flotation Toy Warning sei, will er wissen. "Nein", sagt der DJ. "Ist aber auch schön: Florian Horwath!" Der junge Mann nickt, murmelt "ja, auch schön - Florian Horwath" und greift noch einmal zum Funktelefon. "Ein Traum", freut sich Horwath über diese Geschichte, sei er doch selbst gerührt von

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