OHREN AUF! Das Machen von

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

Eugene und Gene Drucker, Philip und Phil Setzer, Lawrence und Larry Dutton, David und Dave Finckel spielen Felix Mendelssohn-Bartholdys Streichoktett Es-Dur, op. 20. Mit anderen Worten: Das Emerson String Quartet spielt mit sich selbst. Oder, wie es die vier Musiker formulieren: Sie spielen "gegen" sich selbst. Die ungewöhnliche Einspielung dieses ungewöhnlichen, sozusagen doppelt besetzten Streichquartetts ist als sogenannte Bonus-CD Teil ihrer Gesamtaufnahme der sechs Streichquartette von Mendelssohn (vier CDs, DGG/ Universal), ebenso wie ein 15-minütiges "Making of"-Video im DVD-Format. Das zeigt die vier Amerikaner bestens gelaunt im Studio, wo sie in zwei Sitzungen jeweils eine Partiturhälfte des Oktetts einspielen. Ein Schnitt im Bild, und schon sitzt sich jeder der Musiker selbst gegenüber, fügt Produzent Christopher Alder die beiden Teile des zauberhaft verhuschten romantischen Kammerwerks zum Ganzen.

Oder auch nicht, zumindest nicht so wirklich. Trotz aller aufmunternden Beteuerungen


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