Gefährdet, nicht gefährlich

Steiermark Politik | GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

JUGENDLICHE Eine Studie lässt die Grazer Hauptplatz-"Punks" endlich selbst zu Wort kommen und fördert Wunschbilder von einer künstlich-schönen Stadt zutage - bereinigt um Schnorrer und Einbeinige. 

Vielleicht mag diese Geschichten niemand mehr hören. Doch sie sind Realität. Doris, zwei. Vater stirbt, Mutter beginnt zu trinken. Zur Oma, nach deren Tod zurück zur Mutter und einem Stiefvater. Gewalttätigkeiten, wechselnde Stiefväter. Mit zwölf weg von daheim, irgendwann nicht mehr in die Schule. Heute, mit 18 Jahren, ist Doris eine jener "Punks", die sich mit Vorliebe am Hauptplatz und im Stadtpark aufhalten und die für so viel Aufregung und populistische Parolen sorgen.

  Nun liegt eine neue Studie über diese gern geschmähten Jugendlichen vor, erstellt von einem Team rund um Universitätsprofessorin Elisabeth Katschnig-Fasch vom Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Uni Graz, beauftragt vom Magistrat Graz auf Initiative von SP-Sozialstadträtin Tatjana Kaltenbeck-Michl.


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