Licht und Transparenz

FRANZ NIEGELHELL und STEFAN SCHMITZER | Steiermark Kultur | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

KUNST Neue Ausstellungen in Grazer Galerien untersuchen die Konstruktion von Wahrnehmung. 

Licht ermöglicht Wahrnehmung. Das nimmt man zumindest an. Alicja Kwade zeigt in der Galerie Lendl (Hans-Sachs-Gasse 1/I) Arbeiten, die den Zusammenhang von Licht und Wahrnehmung auf die Probe stellen. In Kwades Fotoarbeiten wird etwa das Standby-Licht von alltäglichen Gebrauchsgegenständen wie Anrufbeantworter, Drucker oder Modem in dunklen Räumen fotografiert. Durch die dabei verwendete Langzeitbelichtung bekommen die Lichtpunkte im ansonsten schwarzen Raum eine Art Eigenleben, das mit den Objekten, von denen das Licht ausgeht, nichts mehr zu tun hat. Vielmehr entstehen hier ganz eigene, sehr abstrakte Räume. Es ist eine Welt der artifiziellen Zeichen, die in sich kreisen, in referenzlosen Endlosschleifen. Die Künstlerin Kwade zeigt sowohl fotografische als auch Filmarbeiten. In einem Videoloop macht sich etwa das Licht in Wohnräumen auf eigenwillige Weise selbstständig, es begibt sich auf

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