Räudig und cool

INGRID BRODNIG | Steiermark Stadtleben | aus FALTER 17/05 vom 27.04.2005

SZENE Still und leise formte sich beim Lendplatz ein Viertel trashiger Urbanität. Mit Ecken und Kanten - und der Möglichkeit, etwas zu verändern. 

Auf einmal war es da - woher es kam, weiß keiner so recht. Erklärungsansätze gibt es viele: Vielleicht war es das Kunsthaus, vielleicht die Übersiedelung des Medienturms oder das Aus von jedermanns Lieblingsbeisl, des "Kommod" - eventuell war es Zufall, vielleicht war es an der Zeit. Auf jeden Fall: Graz hat endlich auch ein abgefucktes urbanes Eckerl, das es schon lange verdient.

  Begonnen hat alles am 3. Juli 2004, als Didi Stöckl sein neues Musiklokal in der Josefigasse 1 eröffnete. Das Exil war damals optisch zwar anders - abstrakte Bilder zierten noch die Wand. Der Rest war aber gleich: Musik aus den Sechzigerjahren über New Wave und Neue Deutsche Welle bis hin zu aktuellem Rock wie Interpol wurde gespielt - und zwar ganz, ganz laut. Nur war das Exil noch gänzlich unbekannt. Ein früher Gast und eingeschworener Stammkunde wurde

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