Hinter dem Stacheldraht

GERALD JOHN | Politik | aus FALTER 18/05 vom 04.05.2005

MAUTHAUSEN Zwangsarbeit, Erschießungen und Gaskammern: 100.000 Menschen wurden im Konzentrationslager Mauthausen ermordet. Historiker versuchen nun, die Geschichten der Überlebenden für die Nachwelt zu sichern. 

Obwohl Marcello Martini erst 14 war, nahmen ihn die Nazis als Geisel mit. Weil der Vater im Widerstand kämpfte. "Ich kam in Mauthausen am 24. Juni an, dann die übliche Aufnahmezeremonie, die übliche kleine Ansprache", erzählt Martini, "falls jemand noch irgendwelche Zweifel hätte, der Weg herein führt durch das Tor, der Weg hinaus führt durch das Krematorium."

  Elf Monate später, im Mai 1945, verließ Martini das Konzentrationslager Mauthausen - durch das Tor. Amerikanische Soldaten befreiten die ausgemergelten Insassen. Etwa 100.000 Menschen hatten den Terror der Nazis überlebt, etwa gleich viele waren ermordet worden.

  Fast sechs Jahrzehnte danach hat sich ein Team von Historikern darangemacht, die Erinnerungen Martinis und anderer Überlebender für die Nachwelt

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