Knecht

Fuck off and die

Politik | DORIS KNECHT | aus FALTER 18/05 vom 04.05.2005

Diese Woche kein Leserbrief, auf den ich replizieren könnte; außer von E., der behauptet, er kenne mich von früher, als ich noch jung war und wild. E. beschwert sich darüber, dass ich immer die Leserbriefschreiber maßregeln tu, und außerdem sei es uröd, über Kinder lesen zu müssen, wenn man wie er keine hat, eine Zumutung das.

  Wenn es um Kinder geht, muss man sozusagen ständig bei null anfangen, was bei einem Thema, das genauso alt ist wie die Evolution, doch etwas überrascht. Aber irgendwann im Laufe der Menschheitsgeschichte wurde beschlossen, dass die Kinderkrieger sich ein bisserl für ihre Schwäche zu schämen haben und dann gusch, weil die Kinderverweigerer sich sonst gestört fühlen. Ich meine, diese Zeitung ist zu 95 Prozent voller Geschichten ohne Kinder, wieso regen sich Leute über ein bissl Kinder in einem kleinen Kasterl so auf?

  E. (wer war das gleich nochmal?) beklagt, dass ich mich jetzt wohl als Kämpferin für ein neue Mutterrolle in der Gesellschaft


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