Kommentar

Festwochen: Gedanken zum Thema

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 18/05 vom 04.05.2005

Am Samstag werden die Wiener Festwochen eröffnet. Wie immer mit einem Gratiskonzert am Rathausplatz, das mit dem Rest vom Fest - wie üblich - nichts zu tun hat. Während das Gedenk- oder auch Gedankenjahr zum 60. Geburtstag der Zweiten Republik und zum 50. Jahrestag des Staatsvertrags im umfangreichen Theater- und Musikprogramm der Festwochen keinen Niederschlag findet (was kein Fehler ist), steht die Festwocheneröffnung ausdrücklich im Zeichen des Gedenkens - obwohl es auf den ersten Blick nicht den Anschein hat. Was haben die Sängerinnen Marianne Faithfull, Nina Hagen, Chaka Khan und Omara Portuondo mit Raab und Figl, Molotow und Carepaketen zu tun? Zitat von der Homepage: "In einem Gedenkjahr, in dem auch die Befreiung der Frauen von den Klischees der Tradition gewürdigt werden muss, gewinnt das Quartett dieser Soul Sisters an besonderer Symbolkraft."

Man sieht: Mit etwas gutem Willen passt fast alles zu fast jedem Thema. Genau das ist das Problem daran. In "thematisch" konzipierten


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