"Einer muss halt zahlen"

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 18/05 vom 04.05.2005

MUSIK Die Berliner Philharmoniker geben beim Musikfest ihr Debüt im Konzerthaus. Dessen Chef Christoph Lieben-Seutter sprach mit dem "Falter" über die alte Konkurrenz zum Musikverein, Simon Rattles Danaergeschenk und Franz Joseph I. 

Wenn Christoph Lieben-Seutter arbeitet, dann tut er das unter dem strengen Blick von Franz Joseph I. Ein großformatiges Porträt des alten Kaisers ist der einzige Wandschmuck im nüchternen Büro des Konzerthaus-Generalsekretärs. "Er hat das Haus eröffnet", sagt Lieben beinahe entschuldigend. "Also darf er hängen bleiben."

  Die Gründerväter der Wiener Konzerthausgesellschaft hatten es geschafft, der Krone das nötige Geld für den Neubau ihres Veranstaltungshauses am Heumarkt zu entlocken, indem sie anboten, auch gleich die Musikakademie im selben Gebäude unterzubringen - eine Kombination, die seit der Eröffnung 1913 bis heute Bestand hat. Lieben selbst bewies vor einigen Jahren ähnliches Verhandlungsgeschick, als es ihm gelang, die überfällige


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