Parallelgroßstadt Paris

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 18/05 vom 04.05.2005

FILM Das Linzer Filmfestival Crossing Europe glänzte in seiner zweiten Ausgabe mit radikal erzähltem, jungem Kino, der Hauptpreis ging nach Frankreich. 

Crossing Europe geht heuer in Linz, der Stadt, die, wie Intendantin Christine Dollhofer feststellt, "in der Mitte Europas liegt", in die zweite Runde. Im Wettbewerb des Festivals, in dem zehn Filme aus zehn europäischen Ländern, darunter Serbien, Kasachstan, Belgien oder Russland laufen, liegt das Regie-Durchschnittsalter gerade mal bei um die dreißig. Die meisten Filme sind Debüts, viele davon Abschlussarbeiten an Filmhochschulen, allen gemeinsam ist ein unkonventioneller Erzählansatz. So wie im deutschen Beitrag "Netto" von Robert Thalheim, der an seiner Berliner Filmhochschule den Auftrag erhielt, in zwei Wochen Drehzeit einen Langspielfilm auf die Beine zu stellen und mit Castorf-Schauspieler Milan Peschl in der staccato monologisierenden Hauptrolle das liebevolle Porträt eines Ostberliner Wendeneurotikers schuf.

  Die Jury


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