Smalltown-Love

Kultur | MAYA MCKECHNEAY | aus FALTER 18/05 vom 04.05.2005

FILM In "All the Real Girls" erzählt Regisseur David Gordon Green vom Erwachen der Liebe in einem verschlafenen Südstaatennest. 

Sie heißen Tip, Bust-Ass oder Bo, tragen Holzfällerhemden und Timberland-Boots und treffen sich unten beim Spielplatz am Fluss, um abzuhängen und Dosenbier zu trinken. Die Burschen in David Gordon Greens "All the Real Girls" sind um die dreißig, wohnen aber noch bei Mum und Dad. Und wenn sie in hohem Bogen ausspucken oder sich mit ein paar alten Karren Rennen auf einer Sandbahn liefern, wirken sie eher wie kleine Buben, deren Lieblingsspiel derzeit eben "Redneck-Machismo" heißt.

  Kindheit oder Erwachsensein? Die Filme des selbst gerade mal dreißigjährigen David Gordon Green hebeln diese Kategorien aus der Verankerung. In seinem lyrischen Debüt "George Washington" (2000) ließ er Zehnjährige über die Liebe philosophieren, während den Erwachsenen in "All the Real Girls" beim gleichen Thema die Worte fehlen. Im (allerdings wesentlich konventioneller


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige