"Ein Fest ist nicht genug"

Steiermark Politik | DONJA NOORMOFIDI | aus FALTER 18/05 vom 04.05.2005

EU-JAHRESTAG Ein Jahr nach dem EU-Beitritt Sloweniens hält sich die Begeisterung über die neue Nähe in Gornja Radgona und Bad Radkersburg in Grenzen. Die Barrieren im Kopf in der nach dem Ersten Weltkrieg geteilten Stadt sind zum Teil heute noch nicht abgebaut. 

Ich war schon seit eineinhalb Jahren nicht mehr drüben", sagt die blonde Grenzbeamtin und deutet mit dem Kinn in Richtung Slowenien, das höchstens drei Gehminuten von ihrem Arbeitsplatz entfernt auf der anderen Seite der Mur liegt. Auch ein Jahr nach dem EU-Beitritt sind die Grenzstationen auf der Most Prijateljstva, der Brücke der Freundschaft, die Bad Radkersburg mit Gornja Radgona verbindet, besetzt. "Muss man da noch immer den Pass zeigen?", fragt ein Kärntner Tourist, der auf die andere Seite will. Man muss, das Schengenabkommen gilt für die neuen EU-Länder frühestens ab 2007. "Früher hat es noch einen Grund gegeben, nach Slowenien zu fahren: wegen des billigen Benzins, aber heute?", die Grenzbeamtin zuckt mit den


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