VOLKSGRUPPE

Unter SÇtajrern

Steiermark Politik | INGRID BRODNIG | aus FALTER 18/05 vom 04.05.2005

Ihre Forderungen sind nicht einmal groß. Von zweisprachigen Ortstafeln oder muttersprachlichem Slowenischunterricht ist keine Rede. Froh ist der Artikel-VII-Kulturverein, der sich für die steirischen Slowenen einsetzt, schon über einen Sitz im österreichischen Volksgruppenbeirat und das bisschen Slowenischunterricht, das es seit 1995 wieder gibt. Beides ist durchaus eine Errungenschaft des Vereins - immerhin agiert er in einem Land, wo der politische Tenor lange lautete: Es gibt keine slowenischsprachige Minderheit. Das war etwa die Auffassung des ÖVP-Politikers Franz Wegart. Der einstige Landtagspräsident sprach noch 1995 von "Problemen, die keine sind". Er selbst hatte allerdings noch mit seiner Großmutter Slowenisch gesprochen.

  Bei der Volkszählung 2001 gaben schließlich 2200 Steirer als Umgangssprache Slowenisch an, das waren um 29 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Was war passiert? Michael Petrowitsch, Geschäftsführer des Kulturvereins, hat folgende Erklärung: "Die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige