"GV mit einer Negerin"

Politik | FLORIAN KLENK | aus FALTER 19/05 vom 11.05.2005

JUSTIZ Eine Asylwerberin zeigt einen Wachmann wegen Vergewaltigung an. Der Fall wird zum Politikum, weil er die Zustände im Lager Traiskirchen enthüllt. Ein Jahr später steht nur noch das Opfer vor Gericht. Die Protokolle eines Justizskandals. 

Und sie dachte schon, in Sicherheit zu sein. Elaine B. (Name geändert, Anm. d. Red.) hatte Misshandlungen durch die Polizisten Kameruns erlebt, deren Tritte in den Unterleib, "stinkende, feuchte Zellen", in die man sie mit 18 anderen Frauen einsperrte - weil sie für ihren von den Behörden verschleppten Sohn demonstrierte. Sie hatte die Flucht im Containerschiff überstanden, bei der sie "fast verrückt wurde", weil sie auf hoher See "nicht mehr wusste, ob es draußen Tag oder Nacht war". Sie stand schließlich nach einer tagelangen LKW-Fahrt plötzlich in Wien, und "rundherum waren auf einmal nur Weiße". Sie dachte, in Sicherheit zu sein. Österreich in Gestalt des sonst so strengen Bundesasylamtes gewährte ihr schnell und unbürokratisch


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