PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 19/05 vom 11.05.2005

"Scharfe Kritik übte am Sonntag BZÖ-Obmann Jörg Haider an der ,starren Haltung' der ÖVP", und zwar in der Kleinen Zeitung. Diese Übung ist auch im Großformat modern. In der Presse etwa "übte" zuletzt der ehemalige Wissenschaftsminister Caspar Einem "scharfe Kritik" daran, dass der Vertrag einer Starchirurgin nicht verlängert worden sei. Zur Abwechslung einmal "heftige Kritik am Management der Österreichischen Post AG übte Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer" in den Salzburger Nachrichten. Im Kurier "übte" unterdessen der bisherige FPÖ-Landesgeschäftsführer Anton Wattaul "Kritik am Kurs von Rosenkranz". Oder, im Standard: "Georg Grabherr, Mitglied des zuständigen Nationalkomitees, übte Kritik am Bund, der den Biosphärenparks keine Grundförderung zur Verfügung stellen wolle." Auch im Falter wird fleißig trainiert: "Der Rechnungshof übt ja schwere Kritik an der Art, wie der Milliardendeal von der blau-schwarzen Regierung abgewickelt wurde." Üben, üben, immer nur üben - wann wird wirklich einmal etwas kritisiert?


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