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Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 19/05 vom 11.05.2005

FESTWOCHEN-TAGEBUCH Woche eins: eine Überdosis Güte bei Peter Brook im Ronacher, eine Unterdosis Theater bei Johan Simons am Südbahnhof. 

Während der Festwochen befindet sich der Theaterredakteur im Ausnahmezustand. Das heißt: Er ist noch öfter im Theater als sonst. In Tagebuchform berichtet er von seinen Erlebnissen im Paralleluniversum Wiener Festwochen.

Freitag, 6. Mai: Liebes Tagebuch, ich habe kein gutes Gefühl. Die Festwochen fangen an, und ich bin verschnupft. Wie soll das nur werden? Erschöpft begebe ich mich ins Ronacher, wo ich freundlicherweise mit einem Glas Sekt empfangen werde. (Kein neues Service der Festwochen, sondern die stilvolle Geste eines Kollegen.) Jetzt geht's mir etwas besser. Auf dem Programm steht die neue Inszenierung des Regie-Altmeisters Peter Brook, der mit jeder Produktion noch weiser und noch fader wird.

  "Tierno Bokar" erzählt die (wahre) Geschichte eines - eh klar - weisen afrikanischen Koranlehrers, der die französische Kolonialmacht zum Narren


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