Bierbrüder

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 19/05 vom 11.05.2005

FILM Susanne Biers "Brothers" sprengt in Dänemark alle Zuschauerrekorde und holt einen internationalen Konflikt in die Familie. 

Yannik kommt aus dem Gefängnis. Michael wird zu einem Einsatz nach Afghanistan beordert. Der eine ist Bankräuber, der andere Berufssoldat; der eine ist verheiratet, der andere nicht; der eine ist der Stolz der Familie, der andere das schwarze Schaf. Yannik und Michael sind Brüder; zwei sehr ungleiche Brüder.

  "Brothers", so heißt auch der Film von Susanne Bier, der manchen Kritikern als dänische Version von "The Deer Hunter" gilt und in seinem Entstehungsland mittlerweile sämtliche Besucherrekorde gesprengt hat. Die allegorische Doppelgestalt des Bruderpaares dient als Schablone für konträre Lebensentwürfe: hier Familiensinn, Zärtlichkeit und Intimität, dort Verantwortungslosigkeit, Brutalität und Distanz - den Charakteren wird aufgebrummt, was ein Drehbuchseminar so alles zu bieten hat.

  Dann passiert etwas. Michael wird über Afghanistan abgeschossen


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