NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 19/05 vom 11.05.2005

JAZZ

Maulawi: Maulawi

Universal Sounds/Hoanzl

BEs ist nichtmehr und nicht weniger als ein musikhistorischer Sensationsfund, den das verdienstvolle Universal Sounds Label da gemacht hat. Die Wiederentdeckung heißt Maulawi Nurudin, ein obskurer Saxofonist und Bandleader an der Peripherie der Chicagoer Jazzavantgarde um 1970, der Freejazz, Funk und Latin zu einem brodelnden Cocktail zusammenmixte. Eine solch schräge und zugleich tanzbare Mischung war damals zu visionär, um Erfolg zu haben, während heute DJs wie Gilles Peterson weitaus uninspiriertere Versionen dieses Sounds rauf- und runterspielen. Wer also immer schon wissen wollte, wie es klingen würde, wenn Sun Ra, James Brown, John Coltrane und Tito Puente in einer Band gespielt hätten, der höre Maulawi. Und staune.

KLAUS TASCHWER

KLASSIK

Miklós Rózsa:

Ben Hur, Quo Vadis, King of Kings

Telarc/Edel

Dem mehrfach oscarprämierten Komponisten Miklós Rózsa (1907-1995) war es nicht mehr gelungen, drei seiner bekanntesten und besten Filmmusiken


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige