OHREN AUF! Made in Poland

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 19/05 vom 11.05.2005

Unter Interessierten gilt Polen schon seit sehr langem als eines der wichtigsten Jazzländer Europas. Als Nachweis dieser These bringt man aus dem Stegreif ja auch eine Hand voll Namen zusammen - und das sind dann doch deutlich mehr, als wenn man nach den bedeutendsten Jazzern Spaniens, Ungarns, Dänemarks oder Sloweniens gefragt worden wäre. Krzyztof Komeda etwa, der für Polanski Filmmusiken komponierte und in dessen Bands alle anderen gespielt haben, die man in diesem Zusammenhang kennt: den Trompeter Tomasz Stanko, die Geiger Zbigniew Seifert und Michal Urbaniak, die Sängerin Ursula Dudziak.

Das Porgy & Bess hat sich in den letzten Jahren immer wieder schwerpunktmäßig dieses Landes angenommen und nun das Album "Polish Jazz at Porgy & Bess 2002-2004" herausgebracht, das neben 80-Minuten Livemusik auch ein überaus informatives Booklet bietet. Einen Nationalstil wird man nach Hören der insgesamt acht Bands nicht ausmachen; und die Dominanz der Trompete hängt hauptsächlich damit


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