Im Bann der weißen Stangen

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 19/05 vom 11.05.2005

GEMÜSE Spargel, Spargel, Spargel - es gibt kein Entkommen. Wer glaubt, Bärlauch oder Punsch überziehen während ihrer Saison die Stadt über alle Maßen, den belehrt das weiße Edelgemüse eines Besseren. 

Genau zwei Marchfelder Spargelbauern, so berichtet Gerhard Sulzmann aus Mannsdorf an der Donau, habe es in den Siebzigerjahren gegeben. Heute sind es zwar auch nicht mehr als 13, die zehnfache Menge würde man angesichts der fast schon penetranten Spargelwochen allerdings durchaus vermuten - ganz Wien ist derzeit verspargelt.

  Begonnen hat der große Run aufs weiße Stangengemüse erst in den frühen Neunzigerjahren, bis dahin war der Spargel eine mehr oder weniger exotische Spezialität, die es halt irgendwann im Frühling irgendwo dort draußen im Marchfeld bei den üblichen Verdächtigen - Marchfelderhof und Taverne am Sachsengang - gab. Seitdem wuchs die Anbaufläche ebenso wie der Drang jedes Gastronomen, den Stangen mittels Spargelmenüs und Spargelwochen zu huldigen, und


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