Babylon, mutiert

STEFAN SCHMITZER | Steiermark Kultur | aus FALTER 19/05 vom 11.05.2005

MUSIK Ragga-Star Nosliw, jüngst mit einem Konzert zu Gast im Grazer p.p.c., über "Bob-Marley-Romantiker" und schwarz-deutsches Selbstverständnis. 

Nosliw ist ein deutscher Dichter, der für sein Anliegen - scheinbar naive, aber durchdacht-harsche Zivilisationskritik - die Mittel des Ragga gewählt hat: Musik und Gesang, die zwischen "Partystimmung" und aggressivem Stampfen changieren. Mit Natty Flo, Mono und Nikitamann gehört er zu den Zugpferden von rootdown records, dem wichtigsten Label deutschsprachiger Ragga-Künstler.

Falter: Sie gehören zu einer Generation von Künstlern, deren Selbstbild nicht mehr vor allem von ihrer "Herkunft" abhängt. Welche Bedeutung hat die Nationalität für Ihre Arbeit?

Nosliw: Ich denke regional statt national. Mit Deutschland verbinden mich die Sprache und manche Inhalte der Texte. Was ich interessant finde, ist die momentane Bereitschaft vieler Künstler, ihr Anliegen in ihrer Heimatsprache vorzutragen. Ich glaube, nur wenige machen sich bewusst,

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