Ein Streichholz bitte!

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 20/05 vom 18.05.2005

KAPITALISMUS Das Unbehagen am "System" kommt in der Mitte an. Immer weniger Menschen wollen akzeptieren, dass es zu Kürzungen und Kündigungen keine Alternative gebe. Nur ein Sturm im Wasserglas? Oder kündigen sich richtige Aufstände an? 

Sie hoffe, sagte die Theaterregisseurin Andrea Breth vor einigen Tagen, "die Menschen stehen auf und machen all diesem Getöse ein Ende. Ich hoffe auf eine Revolution. Die wird kommen, und sie wird furchtbar sein." Der Dramatiker Rolf Hochhut prophezeite etwa zeitgleich einen "Aufruhr" und einen "neuen Che Guevara" in Europa. Schauspieler Sebastian Koch wiederum, der gerade im vielbeachteten TV-Dreiteiler den Hitler-Architekten und Rüstungsmanager Albert Speer gab, vergleicht die "eiskalten Managertypen in unserer Wirtschaft, wo es nur noch um Effizienz und Zahlen geht", gar mit der bürokratischen Mordmaschine der Nazis: "Das ist vom Prinzip her, vom System her, ganz ähnlich", glaubt er. Sogar in der betulichen Frankfurter Allgemeinen Zeitung finden


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