Diffamierte Deserteure

Politik | ERWIN KÖSTLER und ANDREJ LEBEN | aus FALTER 20/05 vom 18.05.2005

NS-AUFARBEITUNG Wer sind die "Kameradenmörder", von denen Bundesrat Siegfried Kampl sprach? Viele Wehrmachtsdeserteure schlossen sich den Partisanen an und trugen zur Befreiung Österreichs bei. 

Krude Bilder, rüde Geschichten: Wenn es um die Partisanen geht, greift das heimattreue Kärnten bis in die Nachkriegszeit auf NS-Diktion zurück. Partisanen tanzen wild um gefangene Wehrmachtssoldaten herum, ermorden brave Polizisten, beliebte NS-Funktionäre und unschuldige Zivilisten, getrieben von Rachsucht, Hass und Mordlust. In den Nachkriegstagen hätten sie sich in einen "Blutrausch" gesteigert, kolportierte etwa der Freiheitliche Andreas Mölzer vor zwei Jahren in der Kronen Zeitung. Trotzdem sollen sie imstande gewesen sein, jene zu identifizieren und zu "verschleppen", die sich im Abwehrkampf 1919 als tapfere Kärntner erwiesen hätten. Kurz: In Wirklichkeit gab es in Kärnten ja gar keine Nazis, nur Kärntner - und natürlich auf der anderen Seite: die verräterischen Slowenen.

  Die


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