OHREN AUF! Tour de Force

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 20/05 vom 18.05.2005

Sechs CDs von insgesamt acht österreichischen Pianistinnen und Pianisten sind in den letzten Wochen erschienen. Fast alle davon sind nicht nur gut gespielt, sondern auch interessant oder zumindest ungewöhnlich programmiert. Der Grazer Markus Schirmer etwa hat Ravels "Miroirs" und Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" zusammengespannt. Die mit dem Titel "Pictures & Reflections" (Tacet/Music Partner) angedeutete Begründung dafür mag konstruiert wirken, aber das Album überzeugt durch raffinierte Details in Phrasierung und rhythmischen Feinheiten, durch Schirmers Gespür für die klanglichen Möglichkeiten seines Fazioli-Flügels und nicht zuletzt durch eine ausgezeichnete Tontechnik.

Der Buchbinder-Schüler Florian Krumpöck wagte sich an einen viel gespielten Klassiker. Auch wenn ihm die letzte Finesse für Schuberts intime "Impromptus" (Preiser) noch fehlt, hat der 27-Jährige seinen Blüthner technisch doch fest im Griff. Mit Subtilitäten müssen sich Waltraud Wulz und Antoinette


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige