Es rumpelt in der Kiste

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 20/05 vom 18.05.2005

MUSIKTHEATER Die Wiener Kammeroper zeigt mit der Sowjet-Operette "Moskau, Moskau" eine Rarität von Dmitri Schostakowitsch. 

Muss man wirklich jede Rarität der Operngeschichte auf die Bühne bringen? Im Fall von "Moskau, Moskau" ("Moskwa, Tscherjomuschki", 1959) von Dmitri Schostakowitsch, an der Wiener Kammeroper derzeit erstmals in Österreich zu sehen, fällt die Antwort nicht ganz leicht. Für eine Aufführung des Stücks spricht auf jeden Fall die Meisterschaft und Prominenz seines Autors sowie das Überraschungsmoment, dass der bei uns eher als schwermütiger Großsinfoniker bekannte Schostakowitsch mit der effektsicheren Hand des routinierten Filmkomponisten auch eine schwungvoll tänzerische Sowjet-Operette voller mitreißender Melodien und witziger musikalischer Anspielungen geschrieben hat.

  Mit der grotesken Überzeichnung, die er so glänzend beherrschte, hielt sich Schostakowitsch hier merkwürdigerweise zurück. Die findet dafür nicht zu knapp in der von Vladimir Mass


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