Hallo, Dienstmann

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 20/05 vom 18.05.2005

KUNST In der Kunsthalle Wien ist die Ausstellung "Lebt und arbeitet in Wien II" zu sehen. Sie bietet einen Überblick über die lokale Szene und gerät dabei zum Leistungsnachweis für die Arbeit der Galerien. 

Der Tag im Leben eines Dienstmanns kann lang sein. Eine Kundin öffnet im Morgenmantel und gießt ihm wie unabsichtlich ein Glas Wasser übers Hemd. Lasziv kriecht sie unter den Tisch, um den Boden aufzuwischen. Zu mehr kommt es aber nicht, denn ein Bub ist gerade dabei, die im Hof stehenden Pakete zu klauen. Ein anderer Kunde knallt dem Dienstmann die Tür vor der Nase zu. Abgebrochene Verführungen, mürrische Männer, die Welt von Dienstmann Ken Kenwood ist voller Tücken - und filmischer Konventionen. Die DVD "Something for Everyone" (2004) von Richard Hoeck und John Miller lässt den UPS-Boten durch den 2. Wiener Bezirk und Genrekonventionen des Softpornofilms stolpern und am Praterstern, mit melancholischer Musik untermalt, in der Menge verschwinden.

  Es ist ein kurzweiliger


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