Sitzen in Stereo

BARBARA ZEMAN | Stadtleben | aus FALTER 20/05 vom 18.05.2005

DESIGN Drei Herren aus der Steiermark nennen sich Diwahn und bauen in Wien singende Möbel.

Die Situation kennt wohl jeder: Man packt seine sieben Sachen zusammen, sucht sich mit dem Lieblingsmenschen eine Wohnung und genießt das Ganze erst mal. Aber nach einer gewissen Zeit fallen dann doch ein paar befremdliche Eigenheiten des Neomitbewohners ins Auge, die man entweder durch einen überstürzten Auszug oder aber durch schlaue Einfälle lösen kann.

Genau in so einer Situation befand sich Hans Nüsslein vor drei Jahren. Seine damalige Mitbewohnerin hatte eine ausgeprägte Vorliebe für gehäkelte Zierdeckchen und ein genauso bemerkenswertes Faible für überbordende Topfpflanzenarrangements. Gemütlich sollte es in der Wohnküche sein, und das war ausschließlich durch eine möglichst große Menge von Grünzeug zu bewerkstelligen. Sehr zum Missfallen von Nüsslein, der sich und seine Bierkisten in die Enge gedrängt sah. Die Situation erforderte also eine sehr spezielle Kistenabstellfläche,

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