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Wien-Soho

Stadtleben | aus FALTER 20/05 vom 18.05.2005

Dass die sogenannten Bobos auf derartige Kategorisierung überhaupt nicht stehen, da man in Wirklichkeit ja viel zu individuell ist, um Teil eines gesellschaftlichen Phänomens sein zu können, ist bekannt. Nennen wir den von ihnen bevorzugten Lokaltypus also Soho:

Soupkultur, 1., Wipplingerstraße 32, Tel. 532 46 28, Mo-Do 11.30-18, Fr 11.30-16 Uhr

Erfolgsmodell eines simplen Suppenlokalprinzips. Nur sind halt die Suppen wirklich sehr gut.

Naschmarkt Deli, 4., Naschmarkt 421-436, Tel. 585 08 23, Mo-Fr 8-22, Sa 8-24 Uhr www.naschmarkt-deli.at

Der Fokus des Wiener Spontanlebensstils, zumindest am Wochenende und bei Schönwetter. Mitunter überentspannt.

Aromat, 4., Margaretenstraße 52, Tel. 913 24 53, Di-So 11-22 Uhr.

Sentimentaler Favorit der heimischen Soho-Lovers, wurde vorigen Winter neu übernommen und sachte professionalisiert.

Café Drechsler, 6., Linke Wienzeile 22, Tel. 587 85 80, Mo-Fr 3-20, Sa 3-18 Uhr.

Soho-Pionier, entsprach schon den Grundsätzen, als die Bobos noch Popper waren: einzigartige Morbid-Atmo, Gulasch, Frühstück.

Phil, 6., Gumpendorfer Straße 10-12, Di-Fr 10-24, Sa, So 12-24 Uhr, www.phil.at

Neuer Player im Bobo-Spiel, Café-Bar, Plattenladen, Bücherei, Gebrauchtmöbelzentrum, "Premium-Cola" und "Bobo-Brot".

WEIN - Was wurde aus dem Rioja? Was ziemlich Gutes, muss man sagen, wenn man an die früheren, ausgezehrten, ranzigen Weine denkt und sich dann moderne Exemplare wie die Izadi Crianza ansieht: hundert Prozent Tempranillo, die beste Sorte Spaniens, Duft von Brombeerkirschsaft in einem Sägewerk, heißer, intensiver Stoff am Gaumen, zart-ledrig, wunderschön. Der Wein will Fleisch.

Preis: E 9,74, Bewertung: 4/5 (sehr gut), bei Wein & Co.


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