Aufstand der Gartenzwerge

Steiermark Stadtleben | THOMAS STANZER | aus FALTER 20/05 vom 18.05.2005

KLEINKRIEG Schluss mit Zipfel und Gemüse. Die Grazer Schrebergärten werden zu Partyzonen mit SAT-Schüsseln und Swimmingpools. Grazer Heimgärtner befürchten schon das Aussterben des Gartenzwerges und machen mobil. Ein Frontbericht. 

Im Reich der Gartenzwerge herrscht Krieg. Laute Grillfeste und Partys werden da gefeiert, anschließend kühlen sich die Gärtner in ihren Schwimmbecken ab. Schon schlägt der Naturschutzbeauftragte Wolfgang Windisch Alarm: "Die Gärten werden immer mehr zu Freizeiteinrichtungen!" Angefangen habe alles "mit den großen aufblasbaren Pools, von denen jedes Jahr ein paar Hundert Prozent mehr aufgestellt werden." Derzeit gebe es schon fast mehr Kellerbars und SAT-Schüsseln als Schnittlauch und Petersilie. "Die Gärten sollen der Ruhe und Erholung dienen und werden stattdessen zu immer größeren Lärmerregern."

  Das allein wäre für die städtische Heimgartenkommission und den Heimgartenverband sogar noch erträglich. Doch als Heribert Riefl, Obmann des


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