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Poster mit Patina

Steiermark Stadtleben | DONJA NOORMOFIDI | aus FALTER 20/05 vom 18.05.2005

Am Geruch nach verstaubten Bücherkisten in feuchten Kellern bemerkt man, dass die Poster in der Wunderkammer wirklich alt sind. Und an der Patina, die sich durch die Ablagerungen der Zeit auf der Oberfläche der Poster gebildet hat. "Das ist so ähnlich wie bei einem alten Messingobjekt, das über die Jahre Grünspan ansetzt", erklärt Wunderkammerchef Hans Gamperl. Wer sich also heute eines von Gamperls Postern an die Wand hängt, bekommt echte Ablagerungen aus dreißig bis vierzig Jahren mitgeliefert. Wenn man mit den Fingerkuppen über die Oberfläche streicht, kann man die Patina sogar spüren: Die Poster sind irgendwie glatter und öliger als zeitgenössische Exemplare. Ziemlich aufregend, vor allem in Kombination mit den typischen Hippie-Motiven: Blumen in allen Farben und Formen, jede Menge Drogenbotschaften und auch nicht wenige Konterfeis von John Lennon und anderen Beatles. "Die Motive sollten die Leute reizen, und man hatte mehr Mut zu neuen Druck- und Farbtechniken", weiß


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