"Ich bin keine Kunstfigur"

Kultur | aus FALTER 21/05 vom 25.05.2005

MUSIK Als Teenager war Andreas Dorau ein NDW-Star wider Willen. Heute träumt der einstige "Fred vom Jupiter" vom großen Pop-Epos, wird noch immer als Spaßvogel verkannt und hat soeben sein erstes Album seit acht Jahren herausgebracht. GERHARD STÖGER

"Singt nur von Liebe ihr armen Gestalten,

ich will das Elend nicht nur einfach verwalten.

Ihr brüllt vor Liebe in engen Gewändern,

doch einer wie ich will die Welt doch verändern."

(Andreas Dorau: "Kein Liebeslied", 2005)

Ausgewiesene Nachtmenschen tagsüber zu treffen kann ziemlich ernüchternd sein. Andreas Dorau zum Beispiel, der bei seinen Streifzügen durch die Hamburger Szeneläden als energiesprühender Redenschwinger und großes Partytier gilt, wirkt beim nachmittäglichen Interview am viel zu großen Besprechungstisch des Plattenfirmenbüros eher fahrig und verloren.

  Der für sein zeitlos-knabenhaftes Image bekannte Künstler sieht heute, mit Anfang vierzig, erstmals älter aus, als er wirklich ist. Permanent an eine Zigarette


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