Tränen am Hamstergrab

Kultur | aus FALTER 21/05 vom 25.05.2005

FILM Zach Braff, der verträumte Jungarzt aus der Spitals-Sitcom "Scrubs", liefert mit der Komödie "Garden State" sein sehr schön elegisches Regiedebüt. MAYA McKECHNEAY

Ein junger Mann hat es eilig, zur Arbeit zu kommen. Er parkt, steigt aus und starrt dann ein paar Sekunden auf die Seite seines Wagens. Dort, in der Tanköffnung, steckt etwas Silbriges, etwas, das nach Pistole aussieht und dort auf keinen Fall hingehört: Es ist der Einfüllstutzen von der Tankstelle - ein paar Schlauchfetzen hängen auch noch dran.

  Shit happens. Diese Szene gleich am Anfang von "Garden State", dazu der hilflos-lethargische Blick von Zach Braff, und schon kann man nicht mehr anders, als zu sympathisieren - mit der Hauptfigur, mit dem Drehbuch, mit dem Film überhaupt. Und dabei war man doch gerade noch so voreingenommen gegen das Regiedebüt eines Soapdarstellers; des Mannes, dessen Schmolllippen und bubenhafter Mittelscheitel in der NBC-Krankenhaus-Serie "Scrubs" in durchaus reizvollem Gegensatz


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